Pressestimmen...
Lörrach-Brombach. Quelle. Die Oberbadische 04.02.2012
Kurz nach der ersten Generalversammlung kann der FV Lörrach-Brombach mit der Regio-Messe Lörrach einen neuen Sponsor vorstellen. Die Regio-Messe wird dabei im Rahmen des neuen Sponsoringkonzeptes des FVLB als Co-Sponsor auftreten. Uwe Claassen, Geschäftsführer der Regio-Messe, der als Marketingspezialist für den FVLB neu den Bereich des Marketings federführend betreut, bekundet dadurch sein Vertrauen in die Werbewirksamkeit und Nachhaltigkeit der Marke FVLB. Das neue Leitbild des FVLB passe sehr gut zu den innovativen und kreativen Ideen der Regio-Messe. Karl-Frieder Sütterlin, Präsident des FVLB, ist davon überzeugt, dass beide Partner in einem attraktiven sportlichen und wirtschaftlichen Umfeld einen Imagegewinn über die Stadt Lörrach hinaus erzielen werden.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wird sich der FVLB an der kommenden Regio-Messe vom 17. bis 25. März an den Fachausstellungen B2B, Innovativa-Bildungsmesse und B2C-Lounge präsentieren und die Besucher in der B2B-Lounge auch kulinarisch verwöhnen. Dabei wird zum einen auf die Qualität des FVLB als Ausbildungsverein hingewiesen. Mit aktuell 425 Jugendlichen in 28 Jugendmannschaften nimmt der FVLB am Spielbetrieb teil, wobei alle drei Leistungsklassen A1, B1, und C1 jeweils in den Topligen des Südbadischen Fußballverbandes spielen. Die vom Verein geförderten Kompetenzen der Jugendlichen entsprechen wesentlichen Anforderungen im heutigen Arbeitsleben. Daher entsteht bei einem Sponsoring nicht nur ein Werbeeffekt, sondern ein hohes Potential an konkreten Synergien, die durch eine systematische Zusammenarbeit zwischen dem FVLB und einem Sponsor genutzt werden können. Zum anderen wird bei der Messe das neu erscheinende FVLB-Magazin Stammplatz präsentiert. Diese in der Region verteilte Gratiszeitschrift soll verdeutlichen, dass der FVLB eine attraktive Werbeplattform darstellt.
OB Heute-Bluhm zollt Anerkennung für den erfolgreichen Zusammenschluss / Erste Hauptversammlung / Neue Satzung stärkt die Jugend.

LÖRRACH. Anfang Mai vorigen Jahres beschlossen die Mitglieder des FV Brombach, ihren Verein in FV Lörrach-Brombach umzubenennen und machten damit den Weg frei für die Zusammenführung mit dem FV Lörrach. Am Freitagabend gab es viel Anerkennung dafür. In der ersten Hauptversammlung des FVLB in der Gaststätte Lasser wurde Karl-Frieder Sütterlin, der diese Vereinigung maßgeblich vorantrieb, zum Präsidenten gewählt.
"Das Richtige zur rechten Zeit zu tun, ist ein hoher Anspruch", stellte Sütterlin fest und beleuchte den nicht einfachen Weg bis zum Zusammenschluss. Aber die FVB-Familie stand geschlossen und loyal hinter der Vereinsführung, sagte Sütterlin, auch die FVL-Mitglieder stimmten zu, und somit war der Weg frei, auch für die neuen Sportanlagen im Grütt. Der Gemeinderat hat das Bauprogramm inzwischen beschlossen. Der FVB feierte im Sommer noch sein 100-jähriges Bestehen und im November fand bereits die erste gemeinsame Jahresfeier des FV Lörrach-Brombach statt. Schon zum Saisonbeginn im Juli 2011 hatten sich die Fußballmannschaften vereinigt. Sütterlin sprach von einem harmonischen und reibungslosen Zusammenwachsen, für das er Spielern, Trainern, Betreuern, Eltern und Funktionären dankte. Der neue Verein hat mehr als 900 Mitglieder.
Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm, die zum ersten Mal die Generalversammlung eines Fußballvereins besuchte, zeigte sich beeindruckt, wie der Zusammenschluss bewerkstelligt wurde. Sie hätte das nicht für möglich gehalten. Thomas Wipf, Leiter des Fachbereich Jugend / Schulen / Sport, habe die Idee gehabt, für den fusionierten Verein die Sportplätze im Grütt zu erweitern. Die wirtschaftliche Lage hat dazu geführt, dass die nötigen Mittel in den städtischen Haushalt eingestellt werden konnten.
Wenn’s optimal läuft, neue Plätze zur neuen Saison
Wenn alles optimal läuft, könnte der Anpfiff für nächste Saison schon auf den neuen Plätzen stattfinden, meinte das Stadtoberhaupt. Den Zusammenschluss nannte die Oberbürgermeisterin ein Erfolgsbeispiel. "Wir von der IGTS sind sehr stolz auf alle, die den Mut gehabt haben, diese Fusion umzusetzen", sagte deren Vorsitzender Manfred Sütterlin. Der Brombacher Ortsvorsteher Lutz Schmiedlin lobte den nicht einfachen Zusammenschluss, bei dem Sütterlin auf ein gut funktionierendes Netzwerk habe zurückgreifen können.
Der Jurist Ralf Michael Straub stellte den gut 100 Anwesenden die neue Satzung vor, die unter anderem vorsieht, dass die Eltern der Jugendspieler stimmberechtigte Vereinsmitglieder sind, dass es einen Jugendmentor und einen Ehrenrat gibt, der bei eventuellen Problemen schlichten soll, und ein Präsidium, das jeweils auf ein Jahr gewählt wird. Jeweils einstimmig wählten die Mitglieder Karl-Frieder Sütterlin zum Präsidenten, Joachim Schröter und Ralf Straub zu Vizepräsidenten und Jörg Lievert, Klaus König und Rainer Hettich zu Mitgliedern des Ehrenrats. Für die organisatorischen Bereiche gibt es verschiedene Teamleiter: Hansjörg Brugger für Administration, Thomas Groß als sportlicher Leiter (Bernd Schleith ist für die Aktivmannschaften und Harald Kleinhans für die Kinder zuständig ist, für den Jugendbereich wird noch jemand gesucht), Uwe Claassen leitet den Bereich Marketing, Holger Kleinhans den Bereich Finanzen.
Sportkoordinator Bernd Schleith beschrieb die rasche sportliche Fusion als Kraftakt. Nicht ohne Reibungsverluste ging die Zusammenführung in der ersten Mannschaft, die in der Landesliga spielt, vonstatten. Trainer Ralf Moser sei es gelungen, eine homogene Mannschaft zu formen und Störfaktoren auszuschalten, sagte Schleith. Auch die übrigen Mannschaften stünden gut da, und mit mehr als 400 Jugendlichen mache der Verein eine gute Jugendarbeit. Die besten Jugendspieler der Stadt müssten in einer Mannschaft spielen, um Talente hervorbringen zu können, die später überregionale Bekanntheit erlangen, sagte Schleith.
28 Jugendmannschaften hat der FVLB, erstmals eine C-Mädchen-Mannschaft, berichtete Jugendleiter Harald Kleinhans. Ziel sei es, möglichst viele eigene Nachwuchsspieler in den Aktivbereich zu bringen. Bei mehr als 100 Kindern im Bambini- und F-Jugend-Alter stoße man hin und wieder an Kapazitätsgrenzen. Rainer Hettich berichtete von den Alten Herren und Jana Ferlito aus dem Wirtschaftsausschuss. Kassiererin Maika Melle stellte den finanziellen Überschuss aus dem vergangenen Jahr dar, betonte aber, dass der Verein ohne Werbung und die wirtschaftlichen Bereiche nicht überleben könnte.
"Fußballerischer Riese aus dem Tiefschlaf erweckt"
"Ich sehe in Lörrach einen fußballerischen Riesen, den wir in den letzten Monaten mit großen Anstrengungen aus dem Tiefschlaf erweckt haben", sagte Thomas Groß. Karl-Frieder Sütterlin bekräftigte in seinem Schlusswort: "Wir drehen an einem großen Rad. Aber mit Disziplin, Teamgeist und Aufrichtigkeit in sämtlichen sportlichen und außersportlichen Bereichen werden wir in eine erfreuliche Zukunft steuern."
Mittlerweile wurde alles für dessen vereinsrechtliche Existenz vorbereitet. Die 31 Seiten starke FVLB-Satzung ist mit Unterstützung von Rechtsanwalt Ralf Michael Straub, der den Prozess des Zusammengehens juristisch begleitet hat, erarbeitet worden. Danach wird der Club ein drei- bis fünfköpfiges Präsidium bekommen, "der Vorstand in der Verantwortung", sagt dazu Karl Frieder Sütterlin, der für das Amt an der Spitze kandidieren wird. Auch sonst seien personell die Weichen gestellt, auch etliche FVLer seien engagiert, "alle hocken in den Startlöchern", so Sütterlin. Das heißt, es ist alles vorbereitet und alle warten, dass sie mit ihrer Arbeit für den neuen Fußballverein loslegen können. Dazu gehört auch der Vereinsrat mit seinen Bereichen Administration, Sport, Marketing und Finanzen, wofür Fachleute gewonnen wurden, so Sütterlin. Es sei nicht schwierig gewesen, Leute zu finden. Der neue Club in der Kreisstadt findet offenbar bei Fußballinteressierten Zuspruch.
Ende voriger Woche hatte der FVLB 899 Mitglieder. Es kommen noch Übertritte "auf den letzten Drücker" (Sütterlin). Die passiven FVL-Mitglieder und die AH-Kicker – die 250 Jugendspieler sowie rund 30 Trainer und Betreuer waren schon vor Saisonbeginn zu FVLB-Mitgliedern geworden – bekamen vor Weihnachten Post mit der Aufforderung, zum FVLB überzutreten. Ob alle den Schritt tun, sei offen. Aber so hat der FV Lörrach-Brombach alle Mitglieder der Alt-Vereine, die den neuen Weg mittragen, aufgenommen und kann an der ersten Hauptversammlung ganz offiziell das neue Vereinsleben beginnen. Rund 600 Mitglieder hatte der FV Brombach.
Der Zusammenschluss von FV Lörrach und FV Brombach wurde von Vertretern beider Clubs verhandelt und festgeschrieben. Dieser vertragliche vereinbarte Auftrag ist mit der neuen Satzung und den Beschlüssen der ersten Hauptversammlung erfüllt, erläutert Ralf Michael Straub im BZ-Gespräch. Der FV Lörrach-Brombach, so steht’s in dessen Satzung, ist der Nachfolgeverein der beiden Vorgängervereine und führt auch deren Geschichte weiter; die währte 100 Jahre beim FVB, beim FVL sind’s knapp 110 Jahre. Der Weg des Zusammenschlusses wurde auch deshalb begangen, so Straub, weil eine Fusion mit all den Vorgaben, die zu erfüllen gewesen wären, zu kostspielig und zu langwierig gewesen wäre.
Derzeit existiert der FV Lörrach noch, er hat auch noch seinen Notvorstand mit Eugen Fauser und Klaus Braun. Letzterer ist als ehemaliger sportlicher Leiter des FVL den Weg zum FVLB nicht mitgegangen und unterdessen beim SV Weil dabei. Zur Beantwortung der Frage, wie nun das Ende des FV Lörrach aussieht, war gestern keine Auskunft zu erhalten.
(mib). Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest haben sich Landesligist FV Lörrach-Brombach und Coach Ralf Moser auf eine weitere Zusammenarbeit geeinigt.
Der 45-jährige Kriminalbeamte übernahm die Mannschaft des FV Brombach 2008 und feierte gleich in seiner ersten Saison die Meisterschaft in der Bezirksliga. Zudem gelang es Moser, das Team in der Landesliga zu stabilisieren.
Auch nach dem Zusammenschluss des FV Lörrach und des FV Brombach vor dieser nicht einfachen Spielzeit schenkten die Verantwortlichen des Vereins Ralf Moser das vollste Vertrauen und setzten dabei auf Kontinuität, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.
FVLB-Vorsitzender Karl-Frieder Sütterlin und der Sportliche Leiter des Vereins, Bernd Schleith, freuen sich über die Zusage ihres Cheftrainers und sind sich einig: "Ralf Moser entspricht unserem Anforderungsprofil und passt in unser sportliches Konzept".
Das Hauptaugenmerk soll weiterhin auf den Einbau junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich gerichtet sein, wie dies beim FV Brombach seit Jahren praktiziert werde, so die Pressemitteilung. Gespräche mit Spielern des älteren A-Jugendjahrganges wurden bereits geführt und die Tendenz, weiter für den FV Lörrach-Brombach zu spielen, ist durchweg positiv.
Aber auch die Spieler des jetzigen Landesligakaders haben bereits überwiegend signalisiert, dass sie dem Verein die Treue halten wollen. Nicht unwesentlich dabei sei laut Bernd Schleith die Zusage der Stadt Lörrach, das Sportzentrum im Grütt in den nächsten zwei Jahren zu einem Schmuckstück mit insgesamt drei Kunstrasenplätzen und einem Kleinstadion auszubauen.
Die Erste des FV Lörrach-Brombach beginnt am 31. Januar mit der Rückrunden-Vorbereitung. Ein Trainingslager findet vom 2. bis zum 5. Februar in Freudenstadt statt.
FVLB strebt einen Stammplatz bei der Wirtschaft an
Eine davon ist die Bildung einer Strategiekommission. Drei Arbeitsgruppen widmen sich den Aufgaben sportlicher Bereich, Organisation und Marketing. Nach gut zwei Monaten werden bereits erste Ergebnisse vermeldet. Dazu gehören laut Sütterlin die neue Satzung und eine veränderte Struktur für den neuen Großverein. In der Satzung seien die historischen Wurzeln von FVL und FVB als Grundlage des neuen FV Lörrach-Brombach formuliert. Auch konnten Mitglieder aus beiden bisherigen Vereine und Neulinge für die neue Führungscrew gewonnen werden. Dadurch werde Kontinuität gewahrt und "ein beachtliches Innovationspotenzial erschlossen", betont Karl-Frieder Sütterlin, der selbst auch zur Verfügung steht.
Tagespresse OV und BZ 30.11.2011
Sportzentrum Grütt
KOMMENTAR: Glückliche Entwicklung
Beschlossen ist noch nicht gebaut. Dennoch: Der Gemeinderat hat mit seinem Votum zu den Sportplätzen gestern Abend einen bedeutenden Zwischenschritt getan. Die Richtung war schon seit einiger Zeit klar: Nicht zwischen Haagen und Hauingen werden neue Spielfelder gebaut, sondern im Sportzentrum im Grütt wird eine Lösung gefunden. In Gang gesetzt hat sie der FV Brombach, seit Jahren erfolgreichster Fußballclub in der Kreisstadt, der in der Hugenmatt so schlechte Bedingungen hat, dass er alles daran setzte, Verbesserungen zu erreichen. Und dafür ging er mit dem FV Lörrach zusammen. Von den besseren Bedingungen nach dem Bau der Kunstrasenplätze profitiert nicht nur der FV Lörrach-Brombach. Die Sanierung des Sanitärtraktes beim Grüttparkstadion würde die Gesamtsituation im Sportzentrum verbessern, dort ein Vereinsheim anzuhängen ist auch eine Option im Gesamtpaket. Diese Aufwertung des Sportzentrums Grütt war vor Kurzem noch nicht absehbar. Man muss für diese Entwicklung dankbar sein, denn sonst würde das in die Jahre gekommene Sportzentrum Grütt nicht so schnell so umfassend saniert werden. Es wäre schön, die Laufbahn im Stadion würde in dieses Programm aufgenommen.
Autor: BZ / Nikolaus Trenz 22.07.2011
Anpfiff für Plätze im Grütt
Einstimmiges Votum des Gemeinderats / Die Lösung im Grütt kostet 3,3 Mio Euro
LÖRRACH. Der Gemeinderat hat gestern Abend den Weg für den Umbau der Sportplätze im Grütt geebnet. Einstimmig votierte das Gremium für die Pläne, im ersten Bauabschnitt die Hartplätze in Kunstrasenplätze umzubauen. 1,3 Millionen Euro für die ersten beiden Plätze müssen im Etat 2012 bereitgestellt werden. Mit diesem Grundsatzbeschluss sind die früheren Pläne, im Gebiet Neumatt/Brunnwasser in Haagen neue Sportplätze für die Stadtteile anzulegen, überholt. Die Lösung im Grütt kostet 3,3 Millionen Euro, die Stadt spart somit im Vergleich zur Variante Neumatt mehr als 3 Millionen Euro.
Zu Beginn der Sitzung hatte Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm "Respekt vor den Vereinen" bekundet, die alle bisherigen Überlegungen konstruktiv begleitet hätten. Mit dem Beschluss zeige man erst einmal die Richtung auf. Sie sei zuversichtlich, dass bis zu den Haushaltsplanberatungen die Planungen für den Bau der ersten beiden Plätze vorliege. Dann muss der Gemeinderat dem gestern gefassten Beschluss Taten folgen lassen und 1,3 Millionen Euro in den Etat 2012 einstellen. Vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Einigung sei sie zuversichtlich, dass weitere Details in Zusammenarbeit mit den Vereinen auch gelöst werden können.
Ulrich Heuer (CDU) sagte, seine Fraktion werde die neue Lösung mittragen. Der CDU-Stadtrat Bernhard Escher, auch Vorsitzender des FV Tumringen, sei anfangs skeptisch gewesen, so Heuer. Die neue Planung für das Grütt sei jedoch überzeugend, außerdem dürften die Kostenvorteile nicht außer Acht gelassen werden. Heuer forderte die Verwaltung auf, alle möglichen Zuschusstöpfe abzuklopfen und die Erlöse aus dem späteren Verkauf der alten Brombacher Fußballplätze in der Hugenmatt für die neue Brombacher Mehrzweckhalle zur Verfügung zu stellen.
SPD-Sprecher Günther Schlecht kündigte für seine Fraktion an, die einhellig zu unterstützen. Die jetzt gefundene Lösung sei auch dank einer "beachtlichen und historischen Zusammenarbeit der Vereine" zustande gekommen. Die SPD erinnerte auch daran, dass es eine neuerliche Wende bei der Lösung der Sportplatzfrage nicht mehr geben könne. Nun sei man auf das Grütt festgelegt. Die SPD hoffe, dass es dort zwischen den Vereinen immer sportlich zugehe.
Eine schnelle Umsetzung des Projekts wünschen sich die Grünen, die im Übrigen die ganze Entwicklung begrüßen. Werner Lacher von den Freien Wählern erinnerte daran, dass die gute und kostengünstigere Lösung im Grütt nur dank der guten und kooperativen Gespräche im Kreise zwischen Vereinen, Stadtverwaltung und Interessengemeinschaft Lörracher Turn- und Sportvereine (IGTS) erzielt worden sei.
FDP-Sprecher Eugen Paul, dessen Fraktion das Projekt insgesamt auch unterstützt, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass auch in anderen Sportarten Kooperationen oder Fusionen hilfreich sein könnten – etwa im Tennis.
Der FVB-Vorsitzende Karl-Frieder Sütterlin zeigte sich zuversichtlich, dass die restlichen Probleme gelöst werden. Er bat darum, im kommenden Jahr gleich alle Bauabschnitte in den Haushalt einzustellen, damit der Aufwand für den doppelten Standort wegfällt.
CDU-Stadtratsfraktion unterstützt Forderungen der Vereine
... insofern, dass die Umwandlung von zunächst 2 Tennen- in Kunstrasenplätze bis Februar 2012 abgeschlossen sein sollte. siehe BZ und OV vom 29.06.2011 im Lokalteil.
17. Juni 2011 / BZ
Sportplätze in Etappen
Gemeinderat muss Grütt-Lösung beschließen / In der neuen Saison noch Sport im Hugenmatt.
LÖRRACH. Noch vor den Sommerferien sollen die Gemeinderatsgremien mit den Plänen für den Umbau der Sportplätze im Grütt befasst werden. Die Stadträte müssen auch noch einen Grundsatzbeschluss fassen, dass das Sportzentrum im Grütt entsprechend ausgebaut wird und damit die einmal angestrebte Neuordnung der Sportplätze in Haagen im Gebiet Neumatt/Brunnwasser amtlich ad acta gelegt werden kann. Der erste Bauabschnitt im Grütt, so Fachbereichsleiter Thomas Wipf auf Anfrage, soll nächstes Jahr in Angriff genommen werden.
Nachdem nun die beiden Fußballvereine FV Lörrach und FV Brombach den Weg für die erste gemeinsame Saison als FV Lörrach-Brombach beschritten und die Weichen in Richtung Fusion gestellt haben, ist es an der Stadt, die infrastrukturellen Bedingungen zu verbessern. Allerdings, da macht der Sport-Fachbereichsleiter keine Hoffnungen, für die neue Spielzeit ist die Zeit viel zu kurz, um den ersten Kunstrasenplatz zu bauen. Das sei auch mit den Vereinen so besprochen. Das Ziel, im nächsten Jahr den ersten Bauabschnitt im Grüttpark zu verwirklichen, steht. Das wird dann auch Thema der Haushaltsplanberatungen werden.
Die Linie ist bereits in den Gesprächen mit den Vertretern der Sportvereine, die die Plätze im Grütt nutzen, vorgeklärt. Fest steht, dass drei der vier Sportplätze in Kunstrasenspielfelder umgewandelt werden: zunächst die beiden Hartplätze, dann noch einer der Rasenplätze. Welcher das sein wird, ist aber noch nicht entschieden, sagt Thomas Wipf. Zu den offenen Fragen gehört auch der Bau von Sanitär- und Umkleidekabinen. Das sei aber nicht Teil des ersten Bauabschnittes, erläutert Wipf, so dass noch Zeit sei, dafür eine Lösung zu finden. Überdies gehe es hier auch um die Investitionen.
Bevor die Planung vorangetrieben werden kann, muss der Gemeinderat diese Umgestaltung der Sportplätze im Grüttpark formal beschließen. Bisher, daran erinnert Wipf, sehe die Beschlusslage immer noch die Lösung in Haagen vor. Dass dieser Weg jedoch nicht mehr beschritten werden soll, ist längst Konsens in allen politischen Ratslagern.
Dass in der neuen Saison der Fußballer noch kein Kunstrasenplatz im Grütt zur Verfügung stehen wird, ist kein Problem, erläutert Thomas Wipf. Die zahlreichen Jugendmannschaften der bisherigen beiden Vereine, FV Lörrach und FV Brombach, die ja den größten Platzbelegungsbedarf haben, bleiben zunächst auf ihren angestammten Trainingsplätzen, die Lörracher im Grütt, die Brombacher im Sportgelände Hugenmatt. Durch die Mannschaften der Aktiven, die in der neuen Saison als FV Lörrach-Brombach auf Torejagd gehen, entstehe "kein großer zusätzlicher Bedarf". Auch hier gilt: Alles ist mit den Vereinen geklärt.
Autor: Nikolaus Trenz/BZ
Kurz-Kommentar FVB:
Im Namen von FV Lörrach-Brombach und des FV Tumringen insistieren wir bezüglich des bereits als festgemacht und als akzeptiert scheinenden Zeitplanes (siehe BZ-Bericht vom 17.06.2011) für die Fertigstellung der Kunstrasenplätze ab Mitte 2012. Die Vereine haben mit dem Zusammenschluss jetzt ein Signal gesetzt, das gleiche erwarten wir nun auch von der Verwaltung! Klar ist, das es bis zum Beginn der neuen Saison nicht reichen kann, jedoch ein Baubeginn noch in diesem Jahr und Fertigstellung zu Jahresbeginn 2012 mit allem Nachdruck umgesetzt werden sollte. Nach menschlichem Ermessen sollte dies doch möglich. Dies machten die Vereine im Übrigen schon bei der Variantenvorstellung vom 27.05.2011 deutlich. Siehe der nachfolgende Bericht vom 27.05.2011. Weiter Informationen folgen in den nächsten Tagen.
Mit Brief vom 20.06. an die OB sowie an die Fraktionen und die AUT-Mitglieder haben die Vereine ihren Standpunkt und ihre Forderungen für eine schnellere Umsetzung von Bauphase I bekräftigt.
Stadt stellt den Vereinen Varianten vor 27.05.2011
ks. Die Stadt Lörrach stellte unter Leitung von Frau Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm den Vereinsvertretern erarbeitete Varianten für Plätze und Gebäude vor. Die Vereine hatten ihrerseits vorab am 2. März ihre Wünsche und Vorschläge eingebracht. Nach dem Zusammenschluss von FVB und FVL zum FV Lörrach-Brombach haben sich neue Konstellationen ergeben, die für die Planung und Neuordnung von Plätzen und Gebäuden nicht unerheblich sind. Nach der städtischen Präsentation der Varianten durch Gunther Braun müssen sich die Vereine nun intern nochmals abstimmen. Einigkeit unter allen Teilnehmern bestand darüber, dass in der 1. Baustufe der Umb Bei den Varianten zu den Umkleide- und Sanitärgebäuden wird eine Variante in Festbauweise favorisiert. Von OB-Seite wurde darauf hingewiesen, dass über eine Beteiligung der Vereine am Bau oder an den Kosten noch gesprochen werden muss.
Die Verwaltung wird nun bis zu den Sommerferien 2011 im Gemeinderat
Von FVB-Seite wurde noch darauf hingewiesen, dass der neue FVLB bis zur Fertigstellung der Infrastrukturen im Grütt zunächst an zwei Standorten im Hugenmatt und im Grütt operieren muss. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass sich die beiden Bauabschnitte nicht zu lange hinziehen, dies würde jedenfalls ein Zusammenwachsen der beiden Vereine erschweren.
FV Brombach und die Fusion
KOMMENTAR: Eindrucksvolle Vorlage BZ 09.05.2011
Für den Fußball in Lörrach und in der Sportgeschichte der Stadt ist der 6. Mai 2011 ein herausragendes Datum. Da machten die Mitglieder des FV Brombach mit überwältigender Mehrheit den Weg frei zur Fusion mit dem FV Lörrach. Und das ist ihnen wahrlich nicht leicht gefallen. Keiner beschließt gerne das Ende seiner eigenständigen Clubexistenz, vor allem wenn er gerade sein 100-Jähriges Bestehen feiert. Aber die Weichenstellung für den FV Lörrach-Brombach, wie der neue Verein heißen und in der neuen Saison den sportlichen Höhenflug des FV Brombach fortsetzen soll, ist ganz auf Zukunft angelegt, weil sie mit dem Umzug ins Grütt und den weit besseren infrastrukturellen Bedingungen verbunden ist. Die nahezu einstimmigen Beschlüsse kann der FVB-Vorsitzende Karl-Frieder Sütterlin auch als persönlichen Erfolg betrachten. Er hat das Thema Fusion ins Spiel gebracht und zeilstrebig weiter verfolgt. Als FVL-Vormann Eugen Fauser forderte, Sütterlin solle zu seinen Worten stehen, hat er das getan. Jetzt ist der FV Lörrach an der Reihe. Diese eindrucksvolle Vorlage des FV Brombach vom Freitag darf nicht verschossen werden.
Der FV Brombach ebnet den Weg zur Fusion mit dem FV Lörrach
LÖRRACH-BROMBACH. In einer dreieinhalbstündigen Mitgliederversammlung machte der FV Brombach am Freitagabend den Weg für die Fusion mit dem FV Lörrach frei. Sowohl der Umzug vom Hugenmattgelände in Brombach ins Grütt als auch die Zusammenführung mit dem Lörracher Verein waren umstritten, fanden aber sehr große Mehrheiten.
"Heute ist der Tag X im Jubiläumsjahr unseres Vereins mit seiner 100-jährigen Tradition, aber heute geht es um die Zukunft", eröffnete der erste Vorsitzende Karl-Frieder Sütterlin die Sitzung im Brombacher Schützenhaus, wo es schließlich nur noch Stehplätze gab. Von rund 600, davon 360 stimmberechtigten Mitgliedern des FVB waren 108 zu der außerordentlichen Versammlung erschienen. Die Abstimmungen hatten Sütterlin in mehrere Schritte gegliedert.
Zunächst ging es um die Verlagerung der Spiel- und Trainingsstätten des FV Brombach in den Grüttpark Sütterlin erinnerte an den Bau des Vereinsheims in der Hugenmatt und daran, wie sich der FVB hier zu sportlichen Erfolgen aufschwang. Doch der Platz ist längst einem untragbaren Zustand, weshalb die Verlegung ins Gebiet Neumatt nach Haagen im Raum stand. Doch nach Sammlung aller Wünsche hätten die dortigen Sportanlagen für mehrere Vereine insgesamt 6,5 Millionen Euro gekostet. Dann kam die Idee, ins Grütt zu gehen, dort Hartplätze zu Kunstrasenplätzen umzubauen und die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.
Im zweiten Schritt ging es um die Zusammenführung der beiden Vereine. Der Plan ist, zunächst die sportlichen Bereiche zusammenzuführen und danach die Einzelheiten des weiteren Zusammenschlusses festzulegen. Der neue Verein soll unter dem Namen FV Lörrach-Brombach in der neuen Saison schon antreten und die Geschichte beider Vereine weiterführen. Hier gab es von Seiten der Mitglieder mehr Bedenken als beim Umzug. Dieter Marx erinnerte an die Tradition und fragte nach dem Grund für den Zusammenschluss und wer eigentlich zu wem wolle.
Dr. Ralf Michael Straub, der die Fusion juristisch vorbereitet hat, erläuterte, dass beide Vereine gleichrangig seien, dass es aber die problematische Situation des FV Lörrach, der zurzeit keinen Vorstand hat, nahelege, den sportlichen Bereich unter das Dach des FVB zu überführen und sich später über die Details der Fusion zu unterhalten. Sollte der FVL nicht wieder zu einem funktionierenden Vorstand kommen, werde er ohnehin vom Registergericht von Amts wegen aufgelöst. So lange könne man jedoch nicht warten, weil die Sportanlagen im Grütt jetzt umgebaut werden sollen und ein großer Verein nur ein Vereinsheim brauche und so Kosten gespart würden, die man in eine bessere Ausstattung von Heim und Sportanlagen investieren könne. "Der FVB muss allerdings die Vorleistung erbringen, dass er die Zusammenführung will und seinen Namen ändert. Das einzige Risiko, das er eingeht, ist, dass die Namensänderung wieder rückgängig gemacht werden müsste", sagte Straub.
"Der FVB hat dadurch die einmalige Chance, sich als Nummer eins in Lörrach zu etablieren", machte Straub den Mitgliedern die Fusion schmackhaft. Auch Jugendleiter Bernd Bürgelin, ein Brombacher Urgestein, warb für die Fusion, obwohl sein Herz am FVB hängt. "Aber der Verein ist weg und unsere Tradition wird aufgegeben", meinte Alfred Stolz. Karl-Frieder Sütterlin antwortete: "Wir brauchen diesen Schritt für unsere Zukunft, und wenn wir die nicht haben, nützt uns auch die Tradition nichts." Er gab auch zu bedenken, dass es ohne Fusion eine ständige Konkurrenz um die Plätze im Grütt gäbe. Benny Bastian sagte: "Mit diesem Beschluss ermöglicht ihr euren Kindern eine sportliche Zukunft." Danach stimmten 92 Mitglieder für die Fusion, zehn stimmten dagegen, sechs enthielten sich.
Noch einmal spannend wurde es bei der notwendigen Satzungsänderung. Die uralte Satzung des FVB schrieb vor, dass Satzungs- und Namensänderungen einstimmig beschlossen werden müssen. Künftig soll eine Zweidrittelmehrheit ausreichen. Dieser Änderungsbeschluss musste einstimmig gefasst werden, da sonst die vorherigen Beschlüsse Makulatur gewesen wären. Nach Betonung des demokratischen Willens der großen Mehrheit stimmten schließlich sämtliche 108 Anwesende für die Satzungsänderung. Erst damit wurde der Weg für die Fusion tatsächlich frei. Der Namensänderung in FV Lörrach-Brombach stimmten 96 Mitglieder zu, zwölf enthielten sich.
Offizielle Pressemitteilung vom 15.04.2011
Auf Weg zum FV Lörrach-Brombach
Der FV Lörrach und der FV Brombach haben eine Grundsatzvereinbarung über eine Zusammenführung der beiden Vereine unter dem neuen Namen „FV Lörrach-Brombach“ abgeschlossen.
Durch die geplante Zusammenführung entsteht ein Fussballverein mit schätzungsweise 70 Aktiven, 500 Jugendspielern und ungefähr 400 Passivmitgliedern. Das Konzept des FV Lörrach-Brombach sieht eine nachhaltige, sportliche und wirtschaftliche Entwicklung vor, mittels der den Aktiv- und Jugendspielern des Vereins für ihre fussballerische Betätigung ein attraktives Angebot vom regionalen Breitensport bis hin zum überregionalen Spitzenfussball auf einem modernisierten Spiel- und Trainingsgelände im Grüttpark geboten wird. Der FV Lörrach-Brombach wird dadurch die bedeutende gesellschaftliche Aufgabe fortführen, welche von den beiden Vereinen bislang getrennt wahrgenommen wurde. Bei dem vorgesehenen Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der FV Lörrach-Brombach die traditionsreiche Geschichte und Identität der beiden Vereine übernimmt und fortführt.
Das sportliche Konzept sieht einen breit gefächerten Nachwuchsbereich vor, auf den sich der Aktivbereich zukünftig im Wesentlichen abstützen soll. Im Nachwuchsbereich wird für die jüngeren Jahrgänge ein vielseitiges Training angeboten, bei denen nicht nur die Grundlagen des Fussballspielens vermittelt werden, sondern auch die allgemeine körperliche Sportlichkeit ausgebildet wird. In den älteren Jahrgängen werden die Spieler fussballerisch und taktisch weiter geschult und ihrem individuellen Leistungsvermögen entsprechend eingesetzt. Für die talentiertesten und einsatzfreudigsten Nachwuchsspieler sollte in allen älteren Jahrgängen eine Mannschaft im überregionalen Spitzenfussball zur Verfügung stehen. In allen Altersstufen und Mannschaften wird der Spass an der sportlichen Betätigung, das Erreichen von selbst gesetzten Zielen sowie das gemeinschaftliche Erlebnis im Vordergrund der Nachwuchsarbeit stehen. Weiterhin wird der Verein grossen Wert auf die Ausbildung der sozialen Kompetenz ihrer Jugendspieler legen. Der Aktivbereich wird in Zukunft nur noch Spieler einsetzen, die aus Spass am Fussball und ihrer Verbundenheit zur Region im FV Lörrach-Brombach mitwirken wollen; wobei die Spieler der ersten Aktivmannschaft auch über den sportlichen Ehrgeiz verfügen müssen, im überregionalen Spitzenfussball spielen zu wollen. Angesichts dieser vielschichtigen Aufgabenstellungen eröffnet sich auch ein interessantes Betätigungsfeld für die Verantwortlichen des Spiel- und Trainingsbetriebs im Aktiv- und Nachwuchsbereich.
Ausgangspunkt für die geplante Zusammenführung beider Vereine war der von der Stadt Lörrach forcierte Umzug des FV Brombach vom Hugenmattareal in den Grüttpark. Im Rahmen der Verhandlungen mit der Stadt über die zukünftige Ausgestaltung der Infrastruktur im Grüttpark ergab sich für die Verantwortlichen der beiden Vereine die Gelegenheit, die Möglichkeit einer Zusammenarbeit anzusprechen. Denn die Rahmenbedingungen für eine sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Vereinstätigkeit sind im Laufe der Jahre immer komplexer geworden. Für die Vereine wird es immer schwieriger, die steigenden Anforderungen hinsichtlich sportlicher Kompetenz, Infrastruktur und Wirtschaftlichkeit angemessen zu erfüllen. Mit der geplanten Zusammenführung wird für den FV Lörrach-Brombach eine Grundlage geschaffen, um in der Zukunft sowohl auf sportlicher Ebene als auch im wirtschaftlichen Bereich nachhaltig und erfolgreich arbeiten zu können.
Die Gespräche zwischen den Vereinen wurden durch eine Projektgruppe geführt, der Verantwortliche aus verschiedenen Bereichen der beiden Vereine angehörten. Während dieser Gespräche wurde eine grosse inhaltliche Übereinstimmung der Beteiligten im Hinblick auf die notwendige Ausgestaltung des sportlichen Konzepts und der organisatorischen Strukturen eines modernen Fussballvereins festgestellt. Einigkeit bestand vor allen Dingen auch darin, dass vor dem Hintergrund der infrastrukturellen Änderungen im Grüttpark eine mögliche Zusammenarbeit auf sportlicher Ebene möglichst rasch bereits auf die Saison 2011/2012 hin umgesetzt werden sollte. Die Projektgruppe musste allerdings auch feststellen, dass für eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen zwei Vereinen vielfältige vereins-, verbands- und haftungsrechtliche sowie wirtschaftliche und organisatorische Aspekte zu beachten sind, deren Abarbeitung einen erheblichen zeitlichen Aufwand für die beteiligten, ehrenamtlich tätigen Personen erfordert. Deshalb lässt sich das Projekt nicht innerhalb des kurzen Zeitraums bis zum Sommer 2011 sinnvoll abwickeln.
Der Ablauf der geplanten Zusammenführung wurde daher entsprechend den sachlichen Prioritäten in verschiedene Etappen aufgeteilt. Zunächst werden die Mitgliederversammlungen ihr grundsätzliches Votum zu dem Projekt abgeben. Es ist unabdingbar, dass die Mitglieder bereits zu einem möglichst frühen Zeitpunkt sachlich eingebunden werden, bevor weitere Schritte von Seiten der Vereinsführungen unternommen werden. Erteilen die Mitgliederversammlungen der beiden Vereine ihre Zustimmung, wird noch bis zur Vorbereitungsphase der Saison 2011/2012 die Zusammenarbeit im sportlichen Bereich umgesetzt und sämtliche sportlichen Aktivitäten werden unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst. Dabei ist vorgesehen, dass alle bisher bestehenden Mannschaften beider Vereine weitergeführt werden, wobei die jeweiligen Spielberechtigungen für die einzelnen Mannschaften erhalten bleiben sollten, soweit keine doppelte Besetzung in einer Spielklasse vorliegt. Die Vereine stehen diesbezüglich bereits in Kontakt mit dem Südbadischen Fussballverband. Für die Betreuung der Mannschaften werden im Wesentlichen die heute tätigen Trainer und Betreuer eingesetzt. Bei den jüngeren Jahrgängen im Nachwuchsbereich ist vorgesehen, dass auf entsprechenden Wunsch der Spieler die bisherigen Teams einschliesslich der jeweiligen Trainer zusammen bleiben. Nach den Sommerferien werden dann alle weiteren notwendigen juristischen, finanziellen und organisatorischen Aspekte der Zusammenführung von den Beteiligten abgearbeitet und ausgestaltet, woraufhin die Mitgliederversammlungen nochmals über die konkrete Umsetzung der Zusammenführung entscheiden werden. Nach dem Übertritt aller bisherigen Mitglieder in den FV Lörrach-Brombach wird dessen Mitgliederversammlung abschliessend die neuen Statuten annehmen und die Wahlen für die definitive Besetzung des Vorstands und der weiteren Vereinsgremien vornehmen. Formal soll die Zusammenführung der beiden Vereine auf den 01.01.2012 abgeschlossen werden.
Mit der geplanten Zusammenführung ermöglichen die Vereine der Stadt Lörrach eine weitere Vereinfachung der Planung über die zukünftige Ausgestaltung der Infrastruktur im Grüttpark. Obschon die Stadt Lörrach ein fundiertes und grundsätzlich tragfähiges Konzept zur Modernisierung vorgelegt hatte, wurden von ihr bislang verschiedene Forderungen der Vereine abgelehnt, welche für eine sachgerechte Durchführung des Trainings- und Spielbetriebes sowie des sonstigen Vereinslebens unabdingbar sind. Die zusätzlichen Vorteile, die der Stadt Lörrach aufgrund der neuen Konstellation erwachsen, sollten nunmehr eine Erfüllung dieser Anforderungen ermöglichen. Zudem wäre auch eine rasche Umsetzung der Veränderungen, insbesondere die Herstellung der ersten Kunstrasenplätze, für die weitere Zusammenarbeit der Vereine äusserst hilfreich. Zweifellos werden die konkreten Entscheidungen der Stadt Lörrach ein Signal an die Mitglieder aussenden, ob sie der geplanten Zusammenführung tatsächlich zustimmen oder nicht.
Bei der geplanten Zusammenführung wird besonderer Wert darauf gelegt, dass der FV Lörrach-Brombach eine gemeinsame Fortführung sowohl des FV Lörrach als auch des FV Brombach ist. Daher werden die bisherige Vereinsgeschichte und die Identität der beiden Vereine einschliesslich der jeweiligen Vereinswappen sowohl in den Statuten als auch in der zukünftigen Aussendarstellung des FV Lörrach-Brombach, insbesondere auf dessen Homepage, in angemessener Weise berücksichtigt.
Den Verantwortlichen ist bewusst, dass eine Verbindung von zwei traditionsreichen Vereinen bei den Mitgliedern Wehmut aufkommen lässt und daher teilweise zumindest bislang nicht nur positiv beurteilt wird. Um möglichen Vorbehalten zu begegnen, werden die Vereinsführungen ihre Mitglieder an den vorgesehenen Versammlungen detailliert über die sachlichen und organisatorischen Aspekte der Zusammenführung informieren. Die Vereinsführungen sind zuversichtlich, dass die Mitglieder der beiden Vereine ihrer Verantwortung gegenüber ihrem Verein und dessen statutarischen Zweck gerecht werden; dieser besteht nämlich jeweils vor allem in der Förderung des Fussballs unter besonderer Berücksichtigung der Nachwuchsarbeit. Wenn man sich mit den Einzelheiten der geplanten Zusammenführung befasst, ist ohne weiteres zu erkennen, dass diese nur zum Vorteil der Ball spielenden Aktiven und Jugendlichen ausfallen wird. Daher sollte die Entscheidung über die geplante Zusammenführung durch die Mitglieder allein am Wohl der heutigen und zukünftigen Fussballer und nicht anhand der Tradition der beiden bisher bestehenden Vereine getroffen werden.



